Krebssymptome erkennen: 2 einfache Methoden zum richtigen Abtasten der Brust

Bei all der Zeit, die wir ins Aufhübschen und in unsere Beauty Routine investieren, sollte dieser wichtige Step nicht fehlen: Das Abtasten der Brust. 80% der Tumore werden von Frauen selbst entdeckt, beispielsweise beim Duschen, Eincremen, oder sonstigen Badezimmer-Ritualen, umso wichtiger ist es also, dass wir wissen, wie wir Veränderungen der Brust selber feststellen können. Im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober und der Brustkrebs-Kampagne der Estée Lauder Companies zeigen wir euch wie man selber vorsorgen kann. Die pinke Schleife, das allgemeine Symbol für Brustgesundheit, erreicht in diesem Jahr ihren 25-jährigen Meilenstein. Bisher wurden in mehr als 70 Ländern rund 70 Millionen Dollar gesammelt, um globale Forschung, Bildung und Aufklärung zu unterstützen. Weil so viel Unterstützung toll ist, möchten auch wir motivieren.
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Wichtig ist es zu wissen, dass das Abtasten keineswegs die Brustkrebsvorsorge beim Frauenarzt oder eine Mammographie ersetzt, aber es ist ergänzend eine effektive und einfache Methode selbst etwas zum Schutz beizutragen. Laut MammaCare® kann jede Frau das Ertasten der Brust selber lernen. Die MammaCare®-Methode hat eine Brust aus echtem Brustgewebe nachgebildet, in die Knoten verschiedener Größe und Härte eigearbeitet sind. Diese sollen helfen, tastbare Veränderungen zu erkennen und somit sicher die eigene Brust abzutasten. Eine Selbstuntersuchung sollte monatlich erfolgen, 3 bis 7 Tage nach Beginn der Regelblutung. Es gibt eine visuelle Untersuchung und eine Tastuntersuchung, die ihr einfach zu Hause vorm Spiegel durchführen könnt.
So funktioniert die visuelle Untersuchung
Die Brüste sollten in folgenden verschiedenen Stellungen betrachtet werden:
1. Die Arme seitlich des Körper hängen lassen
2. Die Arme in die Höhe nehmen
3. Zuerst zur einen dann zur anderen Seite drehen, jeweils einmal mit angelehnten und einmal mit hochgereckten Armen
4. Hände in die Hüfte stemmen, fest pressen, sodass die Muskeln in der Brust sich anspannen
5. Den Oberkörper nach vorne lehnen ohne ihn anzuspannen
6. Zum Schluss die Hände hinter den Kopf verschränken
Visuelle Veränderungen, die man ernst nehme sollte sind beispielsweise Formänderungen, 8. wie Vorwölbungen und Einziehen der Brust, starke Veränderung der Größe, Hautausschlag, Rötungen, Verdickungen oder Absonderungen oder Einziehen der Brustwarze.
So funktioniert die Tastuntersuchung
1. Um die Brust abzutasten solltet ihr euch auf den Rücken hinlegen mit hochgehobenem Arm.
2. Nun nehmt ihr die mittleren drei Finger mit der flachaufgelegten Kuppe und flächendeckend abzutasten. Die rechte Hand untersucht die linke Brust und umgekehrt.
3. Tastet euch in engen, senkrechten Rahmen vom Brustbein bis zur Achselhöhle vor. In einer Bewegung wie beim Rasen mähen. Wichtig ist es, anfangs nicht zu viel Druck auszuüben.
4. An jeder Stelle lasst ihr nun die Finger in einem münzgroßen Radius kreisen. Mit jedem Kreis an jeder Stelle erhöht ihr den Drück, sodass alle Schichten der Brust erfasst werden.
5. Der erste Kreis wird mit leichtem Druck ausgeübt, sodass man die Hautpartien fühlt ohne das darunter liegende Gewebe, der Zweite Kreis benötigt mittleren Druck. Beim Dritten Kreis drückt man so stark, dass es unangenehm sein kann, aber nicht weh tut.
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Wichtig ist es zu wissen, dass nicht jede Veränderung gleich eine Gefahr darstellt. Wenn du eine Veränderung an einer Stelle entdeckst, solltest du zunächst denselben Bereich an der anderen Brust abtasten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich ähnlich anfühlt, was ein Zeichen dafür ist, dass man es mit normalem Brustgewebe zu tun hat. Falls du einen Unterschied erkennst, kannst du dir die Stelle merken, sie markieren und einen Arzttermin machen. Die gute Nachricht ist, dass nur einer von vier Knoten, der entdeckt wird, bösartig ist.
Fragen zur Krebsfrüherkennung beantwortet der Krebsinformationsdienst kostenlos unter krebsinformationsdienst@dkfz.de oder telefonisch von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Nummer 0800 – 420 30 40.