Ghosting, Haunting & Hyping – was steckt hinter all den fiesen Dating-Maschen?

Foto: Natalia Mantini.
Dates sind etwas Tolles. Man beschnuppert sich langsam und lernt sich kennen. Vielleicht fühlt es sich auch so an, als wenn aus dem Flirt mehr werden könnte. Doch die Sache mit dem Online-Dating bringt manchmal leider nicht nur Kribbeln im Bauch mit sich, sondern kann auch ganz schön anstrengend sein. Seit geraumer Zeit setzen sich immer mehr Begriffe für verschiedenste Dating-Maschen durch, die als Phänomene an sich zwar nicht neu sind, aber im Laufe der Zeit immer mal wieder mit neuen Begriffen bezeichnet werden. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Ghosting, Breadcrumbing oder Hyping – was zum Teufel soll das sein? Um ein wenig Licht in das Dickicht der Dating-Begrifflichkeiten zu bringen, erklären die derzeit prominentesten Phänomene:

Ghosting:

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Ihr habt euch kennengelernt, ein paar Mal getroffen und eigentlich lief alles ganz wunderbar. Doch von heute auf morgen meldet er oder sie sich einfach nicht mehr. Und ihr habt keinen blassen Schimmer warum. Dieses Verhalten wird als Ghosting bezeichnet, leitet sich von dem englischen Ghost ab und bezeichnet das plötzliche Verschwinden, in diesem Fall, einer Person. Weder hört noch seht ihr etwas von dem anderen. Das „Sich-heimlich-aus-der-Affäre-ziehen” tritt leider häufiger auf als gedacht und im Prinzip einfach nur unfair dem anderen gegenüber. Wenn man keine Lust mehr hat, sollte man das einfach sagen, auch wenn das ein wenig Mut erfordert. Mit der Wahrheit fahren wir bekanntlich immer noch am besten.

Breadcrumbing:

Ein weiteres Phänomen nennt sich Breadcrumbing – was übersetzt so viel wie „Mit Häppchen füttern“ heißt. Anstatt Brotkrümeln im wörtlichen Sinne wird man hier vom vermeintlichen Traumprinzen oder der Traumprinzessin immer wieder mit lieben SMS oder sonstigen Aufmerksamkeiten verwöhnt. Es wird geflirtet, alles scheint aufregend und äußerst phantasievoll, doch zu einem echtenTreffen kommt es meistens nicht. Mitunter herrscht wochenlang Funkstille, bis das ganze Spielchen wieder (von vorn beginnt als wäre nichts gewesen) und die Hoffnung beim Gegenüber jedes Mal von Neuem entflammt wird. Blödes Spielchen, einer muss hier wohl Konsequenz walten lassen.

Haunting:

Die Technik des Hauntings ist der des Ghostings sehr ähnlich. Dein Angebetet oder deine Angebetete meldet sich zwar nicht mehr aktiv bei dir, du bemerkst aber, dass er jedes deiner Instagram-Bilder liked. Du weißt auch, dass er sich ständig auf deinem Facebook-Profil rumtreibt und checkt, was du bei Snapchat so von dir gibst. Das Fiese ist, dass du durch seine oder ihre stille Anwesenheit ständig an ihn oder sie erinnert wirst und nur schwer einen Schlussstrich ziehen kannst. Was du tun kannst? Am besten schützt du dich, indem du die digitale Freundschaft beendest oder den Kontakt blockierst.

Hyping:

Ganz klar in die Kategorie ”Unterste Schublade“ gehört die Rating-Masche Hyping. Man könnte es der Einfachheit halber auch „Sauerei” nennen! Denn Hyping heißt so viel wie Ausnutzen. Der Angebetet oder die Angebetete nutzt dich nur aus, um sich emotional auf eine andere Beziehung vorzubereiten. Bedeutet: Er oder sie erobert bzw. hypzdich zwar, will dadurch aber nur das eigene Selbstbewusstsein stärken. Erscheint die oder der Hauptamt dann plötzlich, bist du einfach eiskalt abgeschrieben.
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