Genug von Zucchini? Gemüsespaghetti mal anders

Foto: Anne Mühlmeier
Alle reden von Zucchini-Spaghetti und was für ein toller Ersatz sie zu herkömmlicher Pasta sind. Aber was die wenigsten wissen, ist, dass sich die Karotte zum Drehen, Schneiden oder Schälen sogar noch besser eignet. Das Fleisch der Karotte ist viel bissfester und verkocht nicht so schnell wie das der Zucchini-Nudel. Dazu lässt das Carotin unsere Augen besser sehen und unsere Haut strahlen. Um das wertvolle Carotin erst so richtig nützlich für den Körper zu machen, füge ich immer etwas Fett zu einer Mahlzeit mit Möhren hinzu, denn das verbessert die Aufnahme des Carotin in deinem Körper.
Ein zu starker Verzehr von Karotten lässt sogar deine Hand- und Fußflächen und Achselhöhlen etwas orange färben, aber keine Panik – um das zu erzielen, müsste man schon täglich eine ganze Menge Karotten essen. Schon meine Oma, die sehr viel Wert auf ihr Äußeres legt, hat damals, als es als hip galt, seine Urlaubsbräune zu präsentieren, Karottenöl auf die Haut geschmiert, um einen sommerlichen Teint zu erhalten.
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Parmesan darf natürlich auch nicht fehlen. Seit bereits 800 Jahren soll der würzige Hartkäse in seiner aktuellen Form hergestellt werden und der echte Parmesan wird auch nur in der Provinz Parma hergestellt und gereift. Schöne Randinformation: in einem Laib Parmigiano befinden sich 550 Liter Milch, die dann länger als zwei Jahre reift, um diesen unglaublich lecken Geschmack zu entfalten. Dazu ist Parmesan noch ein super Kalziumlieferant und hat viel Protein auf Lager. Nicht zu unterschätzen ist jedoch sein hoher Nährwert, deshalb lieber nur in kleineren Mengen genießen.
Zurück zu den Nudeln. Da meine Nudeln ja keineTeigwaren sind, sondern ein Gemüse, dessen Form ich dramatisch verändert habe, nenne ich meine Spaghetti lieber Spaghettini. Laut der italienischen Teigwarenverfassung muss die echte Spaghetti im gekochten Zustand nämlich zwei Millimeter Durchmesser mitbringen. Da können meine orangenen Gemüsesteifen nicht mithalten.
Um dem ganzen noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, sind Karottennudeln low-carb, vegan und glutenfrei. Das solltest du doch mal ausprobieren!
Zutaten für 2 Personen:
- 4 Karotten • Olivenöl
- 1 Bio-Zitrone
- 400 g Garnelen (gefroren oder küchenfertig geputzt)
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- 100 g Parmesan gerieben
- 2 Knoblauchzehen
- 1/2 Zwiebeln
- 25 g Pinienkerne
- Meersalz und Pfeffer
Zubereitung:
1. Solltest du gefrorene Garnelen haben: erstmal auftauen lassen.
2. Pinienkerne in einer etwas größeren Pfanne goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
3. Petersilie waschen und grob hacken. Nun in der Pfanne mit Öl kurz knusprig braten und mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Pfanne auf die Seite stellen.
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4. Knoblauchzehenhalbieren und die Zwiebel schneiden.
5. Karotten schälen und mit dem Julienneschneider in lange Spaghettini schneiden.
6. Nun eine zweite Pfanne mit etwas Öl erhitzen, zuerst die Knoblauchhälften im Öl schwenken, sodass sich das Aroma in der Pfanne verbreitet.
7. Dann sehr kurz auf hoher Stufe die Garnelen anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Saft einer 1/4 oder 1/2 Zitrone über die Garnelen geben und weitere 2 Minuten auf niedriger Stufe garen lassen. Dann die Pfanne auf die Seite stellen und den Knoblauch herausfischen.
8. Kräuteraus der Pfanne nehmen, in etwas Öl die Zwiebeln glasig dünsten. Dann die Spaghettini anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.
9. DieHälfte des Parmesan mit zu den Nudeln geben, sowie etwas Zitronenabrieb, und alles gut mischen.
10. Kurz bevor die Karotten die gewünschte Konsistenz haben; die Garnelen mit dem kleinen Sud mit in die Pfanne geben und ebenfalls mischen und abschmecken.
11. BeimAnrichten zum Schluss den restlichen Parmesan verteilen, sowie die Pinienkerne und die Kräuter.
GutenAppetit
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