Das Internet deprimiert den Menschen: So meidet man den Social-Media-Blues

Foto: Heather Talbert.
Soziale Medien können krank machen: Internetsucht, Ängste und die sogenannte „Fear Of Missing Out“, kurz FOMO – also die Angst, etwas zu verpassen –, sind in der webaffinen Welt längst keine neuen Konstrukte mehr. Doch nun warnen Forscher erneut vor den Konsequenzen der exzessiven Onlineaktivität. Worum geht es diesmal?

Eine italienische Wissenschaftsveröffentlichung hat die Beziehung zwischen Online- und Offline-Netzwerken und ihrem Einfluss auf unseren Zufriedenheitszustand untersucht. Einerseits können soziale Medien uns guttun, wenn sie uns Offline-Kontakte vermitteln. Das ist zwar großartig, aber keine revolutionäre Erkenntnis. Sogar in zu Zeiten der postalischen Kommunikation waren sich Wissenschaftler darüber im Klaren, dass direkte zwischenmenschliche Interaktion sehr viel wertvoller ist als sie es auf dem Papier sein kann.

Recherchen ergaben nun, dass auch unser Vertrauen unter dem Einfluss sozialer Medien leidet, was wiederum seltener zu den so wertvollen von-Mensch-zu-Mensch-Momenten führt.

„Der Gesamteffekt von Onlinenetzwerken auf die einzelne Person und ihr Wohlbefinden ist kein sonderlich guter“, lautete das Fazit der italienischen Forscher.

Anna Petherick, Redakteurin der britischen Zeitung The Guardian, weiß, wie man dem Social-Media-Blues entkommt. Zu aller Anfang sollte man sich vom krampfhaften Erlangen lösen, mehr Follower und Freunde zu bekommen, denn eine wachsende Anzahl macht hier faktisch nicht glücklicher. Der zweite Punkt ist das bewusste Netzwerken und Sozialisieren: Man sollte die Menschen, bei denen man Bescheid wissen möchte, bedacht auswählen. Wer willkürlich Menschen folgt, Follower und Freunde quantitativ ansammelt, der ist sehr viel mehr Reizen ausgsetzt und läuft Gefahr, den Eindruck zu erhalten, dass alle anderen ein besseres, interessanteres, schöneres Leben führen.

Und wenn das alles nichts hilft, dann empfiehlt Petherick Tiervideos – und das ist wirklich kein Scherz. Denn genauso, wie es belegt ist, dass uns soziale Medien schaden können, besteht der studienbasierte Fakt, dass beispielsweise Katzen-GIFs Balsam für die Seele sind.
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