#DirtyThirty: Au revoir, goodbye und bis bald – 31 ich komme und sage tschüss, Kolumne <3

DirtyThirty: Maren Aline Merken ist 30 Jahre alt, Wahlberlinerin mit Herz für die Hauptstadt und dennoch ständig unterwegs. Ob auf Recherchereise im kunterbunten Indien, auf der Suche nach den neusten Foodtrends im lebhaften Johannesburg oder beim leicht chaotischen Familien-Kaffeeklatsch in ihrer Geburtsstadt Düsseldorf – sie ist neugierig, begeisterungsfähig, wortverliebt und gar nicht mal so spießig, wie sie sich Ü30-Frauen als Teenager vorgestellt hat. Immer hungrig auf Neues feiert sie das Leben mit der 3 vorne – und versteht bis heute nicht, wie man Angst vor dem 30. haben kann.
Freunde der Nacht, es ist soweit – auch wenn ich es kaum glauben kann: Ich werde bald 31. Das Jahr ist wie im Flug vergangen, kaum hatte ich meinen Dreißigsten erst gebührend in Sambia, dann in Düsseldorf und später noch in Barcelona gefeiert, schon näherte ich mich quasi der 31 oder zumindest hat es sich so angefühlt.
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Was soll ich sagen: Ich hatte, wie gesagt, nie Angst vor der großen 3 (die, by the way, rein typografisch nicht größer ist als die zwei oder vier) und auch in diesem Jahr hat es keine Erwartungshaltung von außen, kein blöder Spruch im Bekanntenkreis und auch kein vielversprechendes Zwinkern bei Familienfeiern geschafft, mich jenen gesellschaftlichen Konvention näherzubringen, die scheinbar immer noch für Frauen über dreißig als Meilensteine gelten. Ich wohne noch immer nicht mit meinem Freund zusammen, es gibt keine Schwangerschaft und es ist auch gerade kein Kind in Planung. Mein Finger ist ohne Verlobungsring und, nein, ich habe auch noch keine Wohnung oder ein Haus gekauft. Meine Karriere habe ich nicht zurück gestellt, um eine Familie zu gründen, ich habe keine Panikattacken, weil meine biologische Uhr angeblich laut und für alle Unbeteiligten ziemlich laut tickt, mein Freund ist nach wie vor fünfeinhalb Jahre jünger, ich habe noch immer nicht zugenommen und, hey, frustriert bin ich auch nicht. Es ist also alles beim Alten und ich freue mich, dass nun bald eine 1 anstelle der 0 hinter der 3 steht.

Ich habe viel Lob bekommen, mich ausgetauscht über die Themen, die Teil meiner Kolumne sind und oftmals verwundert feststellen müssen, wie viel Druck viele Frauen mit Anfang dreißig immer noch in ihrem Umfeld ausgesetzt sind.

Über das Jahr habe ich etliche tolle Nachrichten, E-Mails, Zuschriften und auch mündliche Zugeständnisse von euch, meinen Lesern, erhalten. Ich habe viel Lob bekommen, mich über die Themen meiner Kolumne ausgetauscht und oftmals verwundert feststellen müssen, wie viel Druck manche Frauen Anfang dreißig immer noch wegen ihres Umfeldes spüren. Ebenso oft war ich aber auch stolz, wie viele starke Frauen es gibt, die sich widersetzen, die machen, was sie wollen, und unangemessenen Erwartungen den erhobenen Mittelfinger zeigen. Ich habe mich über jede Nachricht gefreut. Was mich ebenfalls gefreut hat, sind tolle Komplimente von tollen Männern, die mir eine „dufte“ eigene Meinung bescheinigt haben, die meine Beiträge geteilt, kommentiert und mir geschrieben oder bei einem Bier verraten haben, dass sie vielleicht nicht in die Zielgruppe passen, aber eben doch treue Leser sind. Hach, jetzt werde ich fast ein wenig sentimental.

Danke, ihr starken Mädchen und Jungs, Frauen und Männer für euren Support! It was a pleasure. Ihr lest bald wieder von mir ­ #promised!

Aber: Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und, klar, wir könnten aus der #DirtyThirty-Kolumne jetzt eine #thirtyplusandfabolous oder so machen, aber ich bin ja seit jeher großer Fan von der Devise „gehen wenn es am schönsten ist“.
Jetzt wird es Zeit für etwas Neues und ich verspreche euch, ihr lest hier bald lustige Geschichten, die euch mindestens genauso amüsieren und hoffentlich auch faszinieren. Danke, ihr starken Mädchen und Jungs, Frauen und Männer für euren Support! It was a pleasure – und auf bald! ­ #promised
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