Wieso du vor Anal-Plugs keine Angst mehr haben solltest

Illustration: Abbie Winters
Mit 19 war die große, weite Welt der Sextoys noch Neuland für mich. Ich besaß einen Dildo, einen Vibrator, ein Paar Handschellen, aber besonders verrückt nach meinen Spielzeugen war ich nie. Als ich eines Tages in New York an einem Sexshop vorbeispazierte, beschloss ich spontan, reinzuschauen. Ich wusste bereits, dass ich es liebte, wenn man mir am Hintern herumspielte, aber ich hatte nie einen Anal-Plug besessen. Also habe ich sofort ein „Anal Training Set“ gekauft – mit drei Plugs in unterschiedlichen Größen.
Sobald ich zu Hause angekommen war, wurde der kleinste Plug mit Gleitmittel eingeschmiert und eingeführt. Ich beobachtete mich damit im Spiegel. Das Ende vom Plug, das zwischen meinen Backen hervorguckte, war niedlich und extrem erotisch. Natürlich hätte ich auch meinen Dildo oder Vibrator anal benutzen können, aber an beiden war nicht so ein Fuß dran. Ich wollte einerseits nicht riskieren, meine Spielzeuge zu weit einzuführen – meine Freundin, eine Krankenschwester, erzählt, dass das weitaus häufiger vorkommt, als man denkt -, ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass sich die weite Form eines Vibrators oder Dildos anal gut anfühlt.

Anal-Plugs unterscheiden sich wesentlich von anderen Sextoys

Wo liegt also der Unterschied zwischen einem Anal-Plug und einem Dildo oder Vibrator? Es gibt zwar viele Spielzeuge, die für den analen Gebrauch gedacht sind, aber Anal-Plugs haben ein paar distinktive Charaktereigenschaften.
Ein Plug ist dafür entworfen, eingeführt zu werden und stecken zu bleiben. Während man ihn natürlich rein- und raus manövrieren kann, wenn man das will, werden meistens Dildos für diese Aufgabe benutzt. Das liegt daran, dass Plugs eine spitz zulaufende Form haben. Sie beginnt schmal am Anfang, wird in der Mitte dicker, und wieder ganz eng am Ende, bevor der Boden beginnt. Dieses ganz schmale Ende vor dem Boden erlaubt es dem Schließmuskel, sich um den Plug herum zu verschließen und ihn somit bequem im Körper zu tragen, ohne dass er herausfällt.
Anders als andere anale Spielzeuge können die Plugs ohne Bedenken für eine längere Zeit im Körper getragen werden. Manche Menschen lassen ihn auch gerne die ganze Nacht stecken. Natürlich kann man den Plug auch nur für einige Momente tragen.

Das Nutzen von Anal-Plugs birgt auch gewisse Risiken

Aber nicht alle Analplugs sind gleich. Obwohl ich meinen neu erworbenen Plug anfangs mochte, stellte ich irgendwann fest, dass er aus PVC hergestellt war. Dieses Material enthält oft Phthalate, chemische Substanzen, die als Weichmacher in Plastik genutzt werden. Obwohl diese Phtalate überall vorkommen (etwa in Duschvorhängen), können sie Hormonschwankungen auslösen. Viele Experten halten sie deshalb nicht für die Nutzung in Sexspielzeugen geeignet. Nach ein paar Monaten war mein erster Buttplug zu einer teerartigen Pfütze zusammengeschmolzen, als ich ihn in einer Hitzewelle auf dem Fensterbrett stehen gelassen hatte.
Weil es über Buttplugs also so viel zu wissen gibt, habe ich euch eine umfangreiche Liste an guten Gründen zusammengestellt, wieso ihr einen besitzen solltet, und wie ihr ihn in eure Lustspiele einbauen könnt. Ob ihr erst kürzlich auf eure anale Leidenschaft gestoßen oder bereits Experten im Umgang mit eurem Hintern seid, schaut euch diese Liste an und entdeckt, welche Tipps im Laufe der Zeit noch hinzukommen.