Es hat 21 Jahre gedauert, bis ich mich mit meinem natürlichen Afro wohlgefühlt habe

Amanda hat afrikanische Wurzeln und einen Afro. Es hat lange gedauert, bis sie sich mit ihren natürlichen Haaren wohl gefühlt hat.

Squiggly Line
Wenn du dir immer nur Sorgen machst, was andere über dich denken, findest du nie zu dir selbst. Im Leben geht es um mehr, als Listen abzuhaken und in, von anderen vordefinierte, Schubladen zu passen. Such dir deinen eigenen Weg abseits ausgetrampelter Pfade, vertraue dir und deiner Vision und schere dich nicht darum was andere denken. Klar, das ist leichter gesagt als getan, aber es ist doch so: Die Welt braucht keine neuen Heldinnen. Sei einfach deine eigene und sei dir selbst genug. Erst wenn du anderen nicht mehr gefallen musst, bist du frei so zu sein, wie du wirklich bist. Mit Ecken und Kanten. Nicht perfekt, dafür authentisch. Das ist der Spirit der Anti-Heldin. Getreu dem Motto 'own your weirdness' haben wir uns mit Converse und dem One Star zusammengetan und eine kleine, aber feine Anti-Heldinnen Gang in Berlin getroffen. Melis, Amanda und Lili haben ihre Stories mit uns geteilt, wie sie gelernt haben, 100% sie selbst zu sein. Ihre Message ist klar: Sei so, wie du bist und steh zu deinen Macken und deiner Herkunft. Denn genau das ist es, was dich ausmacht und eröffnet dir die Chance zu echter, unverfälschter Selbstliebe. Amanda erzählt uns heute im dritten und letzten Teil unsere Anti-Heldinnen Reihe ihre Geschichte.
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v.l.n.r.: Lili, Melis, Amanda / Foto: Joanna Legid
„Früher fand ich meine natürlichen Haare komisch, heute bin ich stolz auf sie. Als ich nach Deutschland kam waren meine Haare ganz kurz rasiert und ich wurde ständig für einen Jungen gehalten. Als sie dann ein bisschen länger wurden, habe ich Zöpfe machen lassen und meine eigenen Haare chemisch geglättet, was bei schwarzen Mädchen gang und gäbe war – und nach wie vor ist. Ungefähr in der zehnten Klasse habe ich mir dann einen Iro rasiert, weil ich die Frisur bei einer America’s Next Topmodel Kandidatin gesehen hatte, very punk. Der Iro war geglättet und an der Seite wuchsen meine natürlichen Haare nach. Ich fand das Gefühl so schön. Vielleicht klingt es banal, aber das war ein erster, wichtiger Moment für mich. Danach habe ich meine Haare wieder geglättet und blondiert, doch irgendwann um 2015 kam das „natural hair movement“ bei mir an. Meine Schwester wechselte zu 'natural', daraufhin bin ich ihrem Vorbild gefolgt. Das war ein guter und wichtiger Schritt für mich. Bilder von anderen Frauen bei Tumblr und Instagram haben mir definitiv dabei geholfen, meine negative Selbsteinschätzung zu überwinden. Auch Youtube-Tutorials, die mir beigebracht haben wie ich am besten mit meinen Haaren umgehe. Ganz wichtig war auch die Beobachtung meiner Schwestern und Cousinen, wie cool sie mit natürlichen Haaren aussahen und ihre 'hair routines'. Wie schwarze Frauen auszusehen haben war bis vor kurzem noch sehr streng und eng definiert. Jede Frau ist anders selbstbewusst. Meine Definition von Selbstbewusstsein ist aufrichtig zu sein. Ich bewundere Leute, die zu ihrer Meinung und ihren Überzeugungen stehen, egal wie der Wind gerade weht und unabhängig davon, ob andere diese Meinung teilen. Selbstbewusstsein bedeutet für mich außerdem einsichtig zu sein. Hoffentlich klingt das nicht zu vage, aber was ich sagen möchte: Für mich ist jemand selbstbewusst, wenn er die Realitäten anderer gleichwertig in seine Sicht auf die Welt einbauen kann.“
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Links: Melis, rechts: Amanda / Foto: Joanna Legid
Schuhe One Star 'Cotton Candy' von Converse, Mantel Alles Berlin Amanda Cap: Monki, Rock: M.i.h. Jeans, Hose, Shirt & Hoodie: Converse Melis Socken: Stance, Zweiteiler & Sweatshirt: Carhartt Lili Top: Levis made and crafted, Anzug: Áeron, Socken: Kunert
Hier geht es zu Teil I + II unserer Anti-Heldinnen-Kampagne mit Converse:

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