17 Comics, die von dem Frust handeln, mit einer psychischen Krankheit zu leben

Ruby (online unter rubyetc bekannt), eine in London lebende Künstlerin, ist erst 21. Aber sie musste sich schon mit ungewöhnlich viel Mist herumschlagen. Ab dem Alter von 14 Jahren wurde sie wegen einer bipolaren Störung und einer schweren Essstörung wiederholt ins Krankenhaus eingeliefert und war in einem Zustand von „halb-ständigem Notfall“, wie sie es nennt. Aber nach einem besonders schwierigen depressiven Anfall mit 18 Jahren merkte Ruby Elliot, dass Zeichnen ein hilfreiches, reinigendes Mittel sein kann, wenn einem die Worte versagen.

„Mit dem Zeichnen von Comics fing ich ernsthaft an, als ich mich in einer sehr schwierigen und dunklen Phase befand“, schrieb sie R29 in einer E-Mail, „und es gab mir Halt und einen anderen Sinnzusammenhang, in dem ich leben konnte.“

Bei ihrem (fast trotzig) einfachen Stil versuchte Ruby lange, wohl aus dem Frust heraus an, ihre Arbeit realistischer zu machen – „Ich kann realistisch zeichnen, aber es dauert ewig und ich bin ein ungeduldiges Stück“, sagt sie. Weil ihr aber der Humor der Zeichnungen am wichtigsten ist, bleibt sie ihrem reduzierten Stil treu.

Obwohl Ruby ihre Arbeit nicht als aktive Anstrengung betrachtet, unsere Sichtweise auf psychische Krankheiten zu ändern, betont sie, man solle „die Dinge nicht mit Zuckerguss überziehen“. Deshalb wird sie auch nie vor den Seiten der psychischen Krankheiten und deren Behandlung zurückscheuen, die wir normalerweise nicht sehen. Zum Beispiel hat sie Comics über die Einnahme von Stimmungsstabilisierern gezeichnet, über den Umgang mit Albtraumtherapeuten und über das Weinen aus unerfindlichen Gründen – was oft als allzu bekanntes menschliches Bild von Absurdität oder Frust endet.

Dadurch haben ihre Comics auch große Aufmerksamkeit bei denen gefunden, die sich nicht mit Problemen wie Angststörungen und Depressionen herumschlagen müssen. „Ich habe ganz gut sehen können, dass unsere Erfahrungen als fühlende, weinende, lachende, empfindende Kartoffelmenschen gar nicht so unähnlich sind“, sagt Ruby. „Nicht jeder hat eine psychische Krankheit oder ringt genauso stark damit. Aber vielleicht gibt es unbequeme Sachen, die wir [alle] kennen, über die wir aber aus Angst nicht sprechen, weil sie uns verletzlich machen.“

Inzwischen sagt Ruby über sich, dass sie noch nie so hoffnungsvoller war – und dass das Zeichnen ein riesiger Bestandteil dabei ist, dass es ihr weiterhin gut geht.

Klick dich durch ein paar ihrer Werke, die mit ihren Originaltiteln bezeichnet sind.