Die neue Mary Poppins wird kein Löffelchen voll Zucker

Photo: Gregory Pace/REX/Shutterstock.
Die Originalversion von Mary Poppins aus dem Jahr 1964 präsentierte uns Dame Julie Andrews, Dick Van Dyke und ein paar unfassbar niedliche tanzende Pinguine in den Rollen ihres Lebens – und allesamt nahmen sie einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen ein. Noch heute erinnert man sich nostalgisch an den magischen Schirm, der Mary & Bert über Zäune fliegen ließ, an das Zimmer, das sich auf Fingerschnips selbst aufräumte und vor allem an den großartigen Soundtrack. „Ein Löffelchen voll Zucker“ ist wohl einer der eingängigsten Ohrwürmer der Filmgeschichte.
Emily Blunt porträtiert nun zum ersten Mal eine neue Version des revolutionären Kindermädchens in Mary Poppins Returns. Der Film von Regisseur Rob Marshall soll 2018 in den U.S.A. anlaufen, ein Erscheindungsdatum für Deutschland ist noch nicht bekannt.

Blunt warnt alteingesessene Poppins-Fans davor, dass die neue Mary anders sein wird. In einem Interview mit Entertainment Weekly sagte sie, dass ihre Darstellung näher an den eigentlichen Büchern der Originalautorin P. L. Travers sein wird. Was das genau heißt, hat Blunt nicht offenbart, sie äußerte lediglich eins: „Sie ist schon ziemlich gemein, ja.“

Trotzdem gesteht Emily Blunt, dass sie den Druck der Legende von Mary Poppins auf ihren Schultern, weil sie weiß, wie wichtig der Charakter für viele Kinder und (mittlerweile) Erwachsene auf der ganzen Welt ist. „Ich bange mehr als sonst bei [dieser Rolle], weil ich weiß, dass sie so ein starkes Symbol von Nostalgie ist“, so Blunt.

Der Weg aus Travers' Büchern bis zu Disney's Skripten war die Grundlage des 2013 Kinofilms Saving Mr. Banks. Wer ihn gesehen hat, weiß, dass Travers nie vor hatte, Mary zu einer süßen Nanny zu machen.

Wir werden also abwarten und sehen müssen, wer da neues auf der Leinwand auftaucht. Vielleicht wäre es angebracht in der Zwischenzeit die Originalbücher zu lesen, um sich etwas weniger Zucker, dafür mehr Bitter einzustellen und die Erwartungen auf große Gesangs- und Tanznummern schon einmal runterzuschrauben.

Immerhin muss man dann nicht mehr überlegen, wie zum Teufel eigentlich supercalifragilisticexpialigetisch (?!) geschrieben wird.
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